Kommunikation verändert sich beinahe täglich: Neue Wege, neue Technologien sowie neue Endgeräte stellen immer wieder neue Hausforderungen an Unternehmen und Mitarbeiter. Digitalisierung prägt die Art und Weise, wie wir mit Kunden und Kollegen kommunizieren und zusammenarbeiten. Digitalisierung bedeutet Wandel – Optimierung, Virtualisierung und Vereinfachung in allen Unternehmensbereichen. Daher steht man früher oder später vor der Frage - Cloud oder nicht? Gehe ich den Wandel mit oder nicht?

Unified-Communications-Reality-Check

Der richtige Weg? UC-Anwendungen in die Cloud auslagern. Mysterium IT-Strategie.

Sind Sie unsicher, ob Sie Ihre Unified-Communications-Anwendung im Unternehmen in die Cloud auslagern sollen? Wir helfen Ihnen dabei, die Entscheidung "einfacher" zu machen. Wir zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile von cloudbasierten UC-Lösungen.

 

Gut zu wissen: Die Einführungsraten von cloudbasierten Unified Communications (UC)-Anwendungen steigen stetig: Fast ein Viertel der Unternehmen nutzen schon seit 2013 IP-Telefonie-Services aus der Cloud. Ein Jahr zuvor waren es lediglich 14%. Laut einer weltweiten Studie von BroadSoft soll sich der Anteil von Cloud-UC bis 2020, bei neuen Anschlüssen, auf bis zu 41% steigern. Pläne für cloudbasiertes Video, Instant Messaging, E-Mail-/Kalenderfunktionen und Social Computing nehmen ebenfalls zu. Wodurch lässt sich dieser Trend erklären? Größtenteils lockt die Aussicht UC-Kosten zu reduzieren und die Business Agility zu verbessern. IT-Einkäufer sind der Meinung, dass die Auslagerung von Services in die Cloud, IT-Ressourcen freisetzt; damit bleibt mehr Raum, für neue Strategien.

 

Anhand welcher Kriterien sollen Sie entscheiden, ob cloudbasierte UC-Anwendungen für Ihr Unternehmen sinnvoll sind? Die Antworten auf folgenden 5 Fragen können Ihnen bestimmt bei einer Entscheidung helfen oder Sie fragen einfach unsere Experten.

Reality Check: Vorteile und Nachteile cloudbasierter UC-Lösungen.

1. Frage: Bin ich bereit, die Kontrolle abzugeben?

Wer On-Premise-Plattformen bereitstellt, ist Eigentümer der UC-Anwendung. Upgrades erfolgen nach eigenem Zeitplan. Eigentümer können ihre UC-Anwendungen nach eigenem Ermessen verbessern, erweitern und integrieren. Am wichtigsten ist vermutlich, dass Sie Herr über die Daten bleiben, die Ihre UC-Anwendungen erzeugen.In vielen regulierten oder extrem sicherheitsbewussten Unternehmen ist es nicht akzeptabel, sensible Call-Data-Records (CDR), Voicemails, E-Mails oder Webkonferenzen auf den Servern von Dritten zu speichern. Um Bedenken hinsichtlich des Umgangs mit sicherheitsrelevanten Daten zu zerstreuen, verfügen Sie in der Regel über unabhängige Sicherheitszertifizierungen.

 

2. Frage: Spare ich Kosten?

Da potenzielle Kosteneinsparungen wohl das wichtigste Motiv für den Umstieg auf cloudbasierte UC-Anwendungen sind, sollte man sich die Zeit nehmen und ausrechnen, ob die möglichen Einsparungen tatsächlich existieren. Entwickeln Sie ein genaues Kostenmodell, wenn Sie cloudbasierte Lösungen evaluieren. Sogar, wenn die gehostetes Cloud-Unified-Communications teurer ist als eine On-Premises-Lösung, kann sich diese dennoch lohnen, um die IT-Mitarbeiter zu entlasten, welche sich dann anderen Aufgaben widmen können, oder um die Flexibilität und einfachen Skalierungsmöglichkeiten einer Opex-basierte Abrechnungsmodelle zu nutzen.

 

3. Frage: Steht die Cloud überall zur Verfügung?

Cloudbasierte UC-Services sind so gut wie überall auf der Welt verfügbar, aber nur wenige Unternehmen sind in der Lage, einen einzigen globalen Cloud-Service in den unterschiedlichsten Regionen bereitzustellen und zu unterstützen. Falls Ihre Standorte über eine Vielzahl von Regionen verstreut sind, zum Beispiel in Asien, Nordamerika und Europa, finden Sie wahrscheinlich eine begrenzte Zahl von potenziellen Partnern, die alle Ihre Standorte unterstützen können. Je nach Anforderungen können Best-of-Region-Lösungen dafür sorgen, dass Sie Geld sparen, während lokale Besonderheiten berücksichtigt werden.

 

4. Frage: Bieten Cloud-Services alles, was ich benötige?

Lange Zeit fehlten cloudbasierten UC-Services die Funktionen und Anwendungsschnittstellen von On-Premises-Lösungen. Sie boten keine umfassende, integrierte Funktionalität. Dies hat sich längst geändert, denn führende UC-Anbieter haben cloudbasierte Plattformen entwickelt, die von ihren On-Premises-Angeboten abgeleitet sind. Dadurch steht die gleiche Funktionalität bereit, auch die Migration von Bestandskunden in die Cloud wird vereinfacht, indem es ihnen ermöglicht wird, vorhandene Endpunkte weiterzuverwenden.

 

5. Frage: Kann ich die Cloud verwalten?

Das klingt erst einmal wie ein Widerspruch in sich. Es herrscht die landläufige Meinung, dass man mit dem Wechsel in die Cloud seinen Support an den Cloud-Provider überträgt. Die Performance von UC-Anwendungen hängt allerdings von etlichen Faktoren ab, über die der Provider in der Regel keine Kontrolle hat – LAN-Bandbreite und -Architektur, Leistungsfähigkeit des WLANs, Power over Ethernet (PoE) oder sogar die PC-Performance. Die erfolgreiche Bereitstellung von Cloud-Services erfordert eine Partnerschaft mit Ihrem Cloud-Provider und möglicherweise Zugriff auf Ihr internes Netzwerk.

 

Lassen Sie sich durch Ihre Antworten auf die oben gestellten Fragen bei der Evaluierung von Cloud-Services leiten, und beachten Sie, dass die Anwendungen sich rasch weiterentwickeln. Wenn Ihnen der Wechsel heute noch nicht sinnvoll erscheint, ergibt sich vielleicht morgen schon der Bedarf einer cloudbasierten UC-Anwendung. Wir stehen Ihnen auf jeden Fall zur Seite.